Beim Flug nach Salt Lake City schienen mir die Sicherheitsmassnahmen strenger zu sein als in den vergangenen Jahren. Nur weil ich bei der Zutrittskontrolle vergessen habe die Uhr abzustreifen, muss ich eine Leibesvisitation im Schnellverfahren über mich ergehen lassen.
In Paris findet beim Boarding eine längeres persönliches Interview mit einem Securitymann statt - unter anderem wird gefragt, ob ich im Handgepäck Tintenpatronen mitführe. Dies zeigt einmal mehr, dass die Sicherheitskräfte der Phantasie potentieller Schadensstifter immer einen Schritt hinterher hinken.
Szenenwechsel - am Sonntag fahre ich nach Alta um das Skigebiet im Little Cottonwood Canyon kennen zu lernen. Es schneit den ganzen Tag über und die Sicht ist schlecht. Zum Glück reicht die Waldgrenze bis auf über 3000 Meter, so dass genügend Referenzpunkte zum Skifahren vorhanden sind. Etwas erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass sowohl bei den kleine 2er Sesselliften als auch bei den grossen auskuppelbaren 4er Sesselliften keine Sicherheitsbügel zum Herunterklappen angebracht sind. Einen Standard, der in Europa weit verbreitet ist. Kürzlich habe ich im Skigebiet Bergkastell am Reschenpass feststellen können, dass die Sicherheitsbügel bereits mit einem Dorn ausgrüstet sind, der zwischen die Beine zu liegen kommt, so dass Kinder nicht mehr vom Sessel rutschen können.
In den USA scheint man sich dieser Gefahr nicht bewusst zu sein, oder sie wird einfach akzeptiert. Die potentielle Fallhöhe ist auf jeden Fall nicht geringer als in Europa. Offenbar ist noch nie eine Person vom Sessellift gefallen und hat wegen fehlender Sicherheitsvorrichtungen gegen den Betreiber der Anlage geklagt.
Aussicht auf Fernsicht
Montag, 7. März 2011
Donnerstag, 24. Februar 2011
Mittags auf dem Breithorn - Lötschbergbasistunnel sei Dank
Samstag 19. Februar - Tourenziel Breithorn am Simplonpass. Da hat es mit einer kurzen Südstaulage von Mittwoch auf Freitag gut wadentief Neuschnee gegeben. Ein überaus geschätzter Artikel im neuschneearmen Februar des Jahres 2011.
Kurz nach 6 Uhr morgens besteigen wir in Bern den Zug und schon um zehn vor acht entsteigen wir dem Postauto beim Simplon Kulm. Da ist es ökologisch verkraftbar, in Ermangelung einer frühen Zugsverbindung ab Langenthal, mit dem Auto nach Bern ins Parkhaus Neufeld zu fahren. Der Lötschbergbasistunnel hat nicht nur die Bundeshauptstadt als Arbeitsort dem Oberwallis näher gebracht, sondern in der Gegenrichtung auch das Simplongebiet dem Berner Tourenfahrer. So ist es nicht verwunderlich, dass das Postauto gut mit Tüüreler frequentiert ist.
Kurz nach 6 Uhr morgens besteigen wir in Bern den Zug und schon um zehn vor acht entsteigen wir dem Postauto beim Simplon Kulm. Da ist es ökologisch verkraftbar, in Ermangelung einer frühen Zugsverbindung ab Langenthal, mit dem Auto nach Bern ins Parkhaus Neufeld zu fahren. Der Lötschbergbasistunnel hat nicht nur die Bundeshauptstadt als Arbeitsort dem Oberwallis näher gebracht, sondern in der Gegenrichtung auch das Simplongebiet dem Berner Tourenfahrer. So ist es nicht verwunderlich, dass das Postauto gut mit Tüüreler frequentiert ist.
| Im Aufstieg mitten im Westhang |
Schon im Aufstieg verspricht die noch unberührte Schneedecke Fahrspass pur. Im Gipfelbereich bläst ein überaus böiger und kalter Westwind, so dass wir kurz vor dem höchsten Punkt die Steigfelle im Rucksack verpacken und uns an die Abfahrt machen. Schwung an Schwung gehts im gut gesetzten Pulverschnee abwärts dem Simplonpass zu.
| Leander in voller Fahrt |
Auch die Rückreise verläuft reibungslos. Entspannt kann man im Zug sitzen und die Tour in Gedanken noch einmal geniessen. Kein Stau, keine Hektik, einzig ein total vollgestopftes Postauto vom Simplon runter - als Tüpfchen auf das I steigt in Ried bei Brig noch ein gehbehinderter Opa mit seinem Rolator zu. Wenn man an die Bilder vollgestopfter Busse in Pakistan denkt haben wir in der Schweiz feudale Verhältnisse für den Fahrgast.
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