Beim Flug nach Salt Lake City schienen mir die Sicherheitsmassnahmen strenger zu sein als in den vergangenen Jahren. Nur weil ich bei der Zutrittskontrolle vergessen habe die Uhr abzustreifen, muss ich eine Leibesvisitation im Schnellverfahren über mich ergehen lassen.
In Paris findet beim Boarding eine längeres persönliches Interview mit einem Securitymann statt - unter anderem wird gefragt, ob ich im Handgepäck Tintenpatronen mitführe. Dies zeigt einmal mehr, dass die Sicherheitskräfte der Phantasie potentieller Schadensstifter immer einen Schritt hinterher hinken.
Szenenwechsel - am Sonntag fahre ich nach Alta um das Skigebiet im Little Cottonwood Canyon kennen zu lernen. Es schneit den ganzen Tag über und die Sicht ist schlecht. Zum Glück reicht die Waldgrenze bis auf über 3000 Meter, so dass genügend Referenzpunkte zum Skifahren vorhanden sind. Etwas erstaunt nehme ich zur Kenntnis, dass sowohl bei den kleine 2er Sesselliften als auch bei den grossen auskuppelbaren 4er Sesselliften keine Sicherheitsbügel zum Herunterklappen angebracht sind. Einen Standard, der in Europa weit verbreitet ist. Kürzlich habe ich im Skigebiet Bergkastell am Reschenpass feststellen können, dass die Sicherheitsbügel bereits mit einem Dorn ausgrüstet sind, der zwischen die Beine zu liegen kommt, so dass Kinder nicht mehr vom Sessel rutschen können.
In den USA scheint man sich dieser Gefahr nicht bewusst zu sein, oder sie wird einfach akzeptiert. Die potentielle Fallhöhe ist auf jeden Fall nicht geringer als in Europa. Offenbar ist noch nie eine Person vom Sessellift gefallen und hat wegen fehlender Sicherheitsvorrichtungen gegen den Betreiber der Anlage geklagt.
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