Kurz nach 6 Uhr morgens besteigen wir in Bern den Zug und schon um zehn vor acht entsteigen wir dem Postauto beim Simplon Kulm. Da ist es ökologisch verkraftbar, in Ermangelung einer frühen Zugsverbindung ab Langenthal, mit dem Auto nach Bern ins Parkhaus Neufeld zu fahren. Der Lötschbergbasistunnel hat nicht nur die Bundeshauptstadt als Arbeitsort dem Oberwallis näher gebracht, sondern in der Gegenrichtung auch das Simplongebiet dem Berner Tourenfahrer. So ist es nicht verwunderlich, dass das Postauto gut mit Tüüreler frequentiert ist.
| Im Aufstieg mitten im Westhang |
Schon im Aufstieg verspricht die noch unberührte Schneedecke Fahrspass pur. Im Gipfelbereich bläst ein überaus böiger und kalter Westwind, so dass wir kurz vor dem höchsten Punkt die Steigfelle im Rucksack verpacken und uns an die Abfahrt machen. Schwung an Schwung gehts im gut gesetzten Pulverschnee abwärts dem Simplonpass zu.
| Leander in voller Fahrt |
Auch die Rückreise verläuft reibungslos. Entspannt kann man im Zug sitzen und die Tour in Gedanken noch einmal geniessen. Kein Stau, keine Hektik, einzig ein total vollgestopftes Postauto vom Simplon runter - als Tüpfchen auf das I steigt in Ried bei Brig noch ein gehbehinderter Opa mit seinem Rolator zu. Wenn man an die Bilder vollgestopfter Busse in Pakistan denkt haben wir in der Schweiz feudale Verhältnisse für den Fahrgast.
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